Meine liebsten Marzipanwunschpralinen

Nachdem ich euch schon die Herstellung von Marzipanpralinen vorgestellt habe, nun meine Lieblingsrezepte für meine Wunschpralinen mit Marzipan.

Marzipan-Nuss-Pralinen

Zutaten für ca. 40 Stück:

  • 400 g  Marzipan-Rohmasse
  • 100 g  gehackte Walnüsse
  • 450 g  Kuvertüre
  • 40       halbierte Walnüsse

Die Marzipan-Rohmasse wird mit den gehackten Walnüssen verknetet und in die entsprechende Form eurer Wunschpralinen gebracht. Sollte die Marzipanmasse zu klebrig sein, einfach etwas Puderzucker unter die Masse kneten. Das erleichert ggf. auch das Ausstechen von Formen.Nach dem Überziehen mit der Kuvertüre werden sie auf ein Gitter zum Trocknen gelegt. Die Pralinen werden mit den halbierten Walnüssen dekoriert, solange die Kuvertüre noch etwas flüssig ist.

Varianten: Statt Walnüsse eignen sich auch gehackte Pistazien oder Haselnüsse. Wer etwas Alkohol in seinen Pralinen möchte: man kann der Marzipan-Rohmasse auch etwas Rum (ca.  2 EL) untermischen.

Marzipan-Aprikosen-Pralinen

Zutaten für ca. 35 Stück:

  • 200 g  Marzipan-Rohmasse
  • 50 g    Puderzucker
  • 100 g  getrocknete Aprikosen
  • 400 g  Kuvertüre

Die getrockneten Aprikosenstücke sehr fein hacken und mit der Marzipanrohmasse und dem gesiebten Puderzucker vermengen. In die entsprechende Form bringen und mit Kuvertüre überziehen. Bei fruchtigen Wunschpralinen empfehle ich weiße Kuvertüre. So wird meine Wunschpraline richtig schön fruchtig-süß.

Varianten: Statt der getrockneten Aprikosen schmecken auch getrocknete Pflaumen, Orangeat und Zitronat. Wer es etwas fruchtiger mag, der kann noch geriebene Zitronen-, Limetten bzw. Orangenschale mit rein tun. Die eignen sich auch super zum Verzieren der Pralinen. Entsprechend der Fruchtsorte lassen sich auch gut 2 Esslöffel Aprikosen-, Orangenlikör o.ä. untermischen.

Nougat-Marzipan-Pralinen

Zuaten für ca. 35 Stück:

  • 200 g  Marzipan-Rohmasse
  • 50 g    Puderzucker
  • 100 g  Nougat
  • 400 g  Kuvertüre

Eine einfach herzustellende Wunschpraline, aber immer wieder raffiniert. Die Marzipanmasse mit dem gesiebten Puderzucker wieder gut miteinander verkneten und Kugel daraus formen. In die Mitte eine kleine Kuhle drücken. Das Nougat zu kleinen Kügelchen formen und die Marzipanmulden damit ausfüllen. Die Kugeln mit der Marzipanmasse verschließen und mit Kuvertüre überziehen.

Varianten: Für andere Pralinenformen könnt ihr auch die Marzipanmasse mit dem Nougat schichten. Zudem könnt ihr auch die Marzipanmassen der oberen Rezepte verwenden mit Nüssen und Früchten.

Wie ihr seht kann vieles kombiniert werden, ob nun mit Früchten, Nüssen oder Alkohol. Eurer Phantasie sind beim Kreieren der Marzipanwunschpralinen keine Grenzen gesetzt.

Marzipan-Wunschpralinen – ganz einfach

Jetzt habe in letzter Zeit so viel über Pralinenformen und Gießen von Pralinenhülsen geschrieben, dabei gibt es ja auch zahlreiche Wunschpralinen, die man ganz einfach zubereiten kann ohne Schokoladenhülsen.

Die Klassiker sollten wohl Marzipanpralinen sein. Sie sind zwar nicht jedermanns Liebling, aber gehören meiner Meinung einfach zu Pralinen dazu. Marzipan ist eine Mischung aus Zucker und Marzipanrohmasse, eine aus blanchierten/geschälten Mandeln hergestellte Masse. Marzipan lässt sich besser modellieren als Marzipanrohmasse. Für einfache Marzipanpralinen ohne zusätzliche Zutaten nutze ich immer Marzipan. Marzipanrohmasse eignet sich besser zum Verkneten mit (Puder-)Zucker und anderen Zutaten.

Je nach gewünschter Form meiner Wunschpraline forme ich das Marzipan bzw. die zubereitete Marzipanmasse zu kleinen Kugeln oder rolle es zu einer etwa 1 – 1,5 cm dicken Schicht aus. Aus dieser lassen sich nun allerlei Formen ausschneiden: rechteckig, kreis-, herz-, trapezförmig usw.

Die Marzipanstücke dann einfach in die flüssige und natürlich temperierte  Kuvertüre tauchen und auf einem Pralinen- oder Kuchengitter abkühlen lassen und meine Wunschpraline schließlich dekorieren.

Pralinenkörper selber gießen

Um meine Wunschpraline noch individueller zu machen, stelle ich die Schokoladenkörper auch oft selbst her. Mit den geeigneten Formen ist das auch gar nicht so schwer. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Formen aus Kunststoff oder Silikon sehr gut eignen. Soll meine Wunschpraline eine Kugel sein, so braucht man so genannte Doppelformen. Das werde ich euch später noch einmal gesondert zeigen.

Für die Hohlkörperherstellung würde ich auch eher Kuvertüre nehmen als Schokolade. Gegenüber der Schokolade hat sie einen höheren Fettgehalt und wird später bei Raumtemperatur fester als die Schokolade. Bei der Hohlkörperherstellung ist es ebenfalls sehr wichtig die Kuvertüre vorher zu Temperieren, damit ihr die Schokoladenhülsen später einfacher aus den Formen bekommt. Denn untemperierte Kuvertüre ist weicher und löst sich schlecht aus den Formen.

Die temperierte Kuvertüre wird in die Form meiner Wunschpraline gegossen. Die Form sollte dann auf dem Tisch geklopft werden, damit ihr die Luftblasen herausbekommt. Anschließend dreht ihr die Form um und die überflüssige Schokolade fließt ab. Ich drehe die Form dann oft im Kreis, so dass die Schokolade quasi herausgeschleudert wird, aber mit Klopfen geht es auch ganz gut. Je nachdem wie dick oder dünn eure Hohlkörper werden sollen, müsst ihr entsprechend länger oder kürzer klopfen und schleudern. Mit einem Spatel wird überflüssige Schokolade von der Form abgestriffen und dann gehts in den Kühlschrank.

Sobald die dünne Schicht fest geworden ist nach etwa 10 – 15 Minuten, kann ich meine Wunschpraline schließlich füllen und dekorieren. Es bietet sich an, die Hülsen in den Formen zu lassen. Beim Füllen ist dann darauf zu achten, dass ihr 1-2 mm Platz bis zum Rand lasst. Dann gehts erstmal in den Kühlschrank. Die Füllung sollte zu mindest oben schon fest geworden sein. Jetzt können die Wunschpralinen mit der temperierten Kuvertüre, die ihr auch zum Gießen der Holhkörper verwendet habt, verschlossen werden. Dazu gießt ihr die Schokolade auf die Formen und klopft die Formen wieder auf den Tisch. Mit einem Spatel streicht ihr die überflüssige Schokolade ab. Die Formen nun wieder in den Kühlschrank. Sobald die Pralinen ausgehärtet sich, lassen sie sich ganz einfach aus den Formen lösen (vorausgesetzt, die Kuvertüre wurde richtig temperiert).

Nach Belieben kann meine Wunschpraline dann noch weiter dekoriert werden.

Pralinen selber machen

Heute zeige ich euch nun endlich die ersten Tipps und Tricks zur Herstellung eurer Wunschpralinen. Ich nutze meistens das Hohlkörperverfahren. Dabei werden in kleine Schokoladenhohlkörper die Füllungen eurer Wunschpralinen gefüllt und anschließend wird die Praline mit Schokolade verschlossen und verziert.

Hohlkörper

Als erstes müsst ihr die Hohlkörper vorbereiten. Diese kann man mit geeigneten Formen selber machen oder bei entsprechenden Händlern kaufen.  Die Hohlkörper gibt es in zahlreichen Formen: rund, eckig, herzförmig aus Vollmilch, Zartbitter oder Weißer Schokolade.

Füllung

Die Füllung für die Pralinenhohlkörper wird auch Canache genannt und ist eine Creme aus Schokolade mit Sahne und verschiedenen Zusätzen wie Rum, Eierlikör oder Vanille. Rezepte zu verschiedenen Füllungen werde ich euch später noch präsentieren. Zum Befüllen füllt ihr die Canache am besten in einen Spritzbeutel. Dabei sollte sie die richtige Temperatur haben und weder zu fest noch zu flüssig sein, damit ihr es beim Dosieren einfacher habt. Die Hohlkörper werden nun bis zum Rand befüllt. Die Formen kurz auf den Tisch klopfen, um Luftblasen aus der Füllung zu bekommen. Die Wunschpralinen dann mindestens 2 Stunden stehen lassen bis die Füllung festgeworden ist oder einfach für kurze Zeit in den Kühlschrank.

Überzug

Danach wird meine Wunschpraline mit etwas geschmolzener Schokolade verschlossen. Hierfur könnt ihr auch Kuvertüre nehmen, mit der ihr später die Pralinen überzieht. Diese hat im Vergleich zu Schokolade einen höheren Anteil an Kakaobutter und ist daher  dünnflüssiger und schmiegt sich besser an meine Wunschpraline an. Mit Hilfe einer Pralinengabel tunkt ihr die Pralinen in die Kuvertüre und lasst sie auf einem Pralinengitter abkühlen. Im letzten Schritt könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und eure Wunschpralinen nach Herzenslust verzieren.

Temperierung

Bevor ihr aber die Kuvertüre zum Verschließen oder Überziehen verwendet werden kann, muss sie erst richtig temperiert werden, damit sie später den richtigen Glanz hat und eure Wunschpralinen nicht stumpf aussehen. Außerdem hat untemperierte Schokolade/Kuvertüre keinen richtigen Knack und ist weicher und schmilzt sofort in der Hand. So soll meine Wunschpraline schließlich nicht sein. Zunächst muss Kuvertüre geschmolzen werden. Das macht sich am besten im Wasserbad. Im ersten Schritt sollte sie auf ca. 45 Grad erhitzt werden. Unter ständigem Rühren lasst ihr sie dann auf 26-28 Grad abkühlen, um sie dann wieder auf 30 Grad zu erwärmen. Bei dunkler Kuvertüre eher auf 32 Grad und weiße Kuvertüre auf 29 Grad. Durch das richtige Hoch- und Runterkühlen hat der Überzug eurer Wunschpralinen nachher den richtigen Glanz.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Zubereiten eurer Wunschpralinen und würde mich freuen, wenn ihr mir eure Ideen zeigt.

Herzlich Willkommen auf meine-wunsch-praline.de!

Pralinenliebhaber aufgepasst: Ich freue mich nun endlich diese Seite präsentieren zu können. Mein Blog dreht sich nicht einfach nur um Pralinen, sondern um eure und meine Wunschpralinen. Hier erfahrt ihr, wie man sich seine Pralinen selber herstellt, ganz so wie man sie sich wünscht. Ich werde euch viele leckere Rezepte vorstellen und bin ständig auf der Suche nach neuen Ideen, wie man seine individuellen Pralinen zu einem Highlight macht.

Ich selbst stelle leidenschaftlich gerne Pralinen her, auch für Freunde und Familie zum verschenken. Da diese sich bei mir immer Zusammenstellungen wünschen können, haben sie irgendwann gesagt, dass ich ihre Wunschpralinen herstelle und so kam der Name für diesen Blog zu Stande: meine Wunschpraline.

Ich freue mich auf regen Austausch mit euch und hoffe, noch mehr Pralinenzauberer zu finden, die diese Leidenschaft mit mir teilen.

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man bekommt. (Forrest Gump)

außer bei meiner Wunschpraline …