Pralinen selber machen

Heute zeige ich euch nun endlich die ersten Tipps und Tricks zur Herstellung eurer Wunschpralinen. Ich nutze meistens das Hohlkörperverfahren. Dabei werden in kleine Schokoladenhohlkörper die Füllungen eurer Wunschpralinen gefüllt und anschließend wird die Praline mit Schokolade verschlossen und verziert.

Hohlkörper

Als erstes müsst ihr die Hohlkörper vorbereiten. Diese kann man mit geeigneten Formen selber machen oder bei entsprechenden Händlern kaufen.  Die Hohlkörper gibt es in zahlreichen Formen: rund, eckig, herzförmig aus Vollmilch, Zartbitter oder Weißer Schokolade.

Füllung

Die Füllung für die Pralinenhohlkörper wird auch Canache genannt und ist eine Creme aus Schokolade mit Sahne und verschiedenen Zusätzen wie Rum, Eierlikör oder Vanille. Rezepte zu verschiedenen Füllungen werde ich euch später noch präsentieren. Zum Befüllen füllt ihr die Canache am besten in einen Spritzbeutel. Dabei sollte sie die richtige Temperatur haben und weder zu fest noch zu flüssig sein, damit ihr es beim Dosieren einfacher habt. Die Hohlkörper werden nun bis zum Rand befüllt. Die Formen kurz auf den Tisch klopfen, um Luftblasen aus der Füllung zu bekommen. Die Wunschpralinen dann mindestens 2 Stunden stehen lassen bis die Füllung festgeworden ist oder einfach für kurze Zeit in den Kühlschrank.

Überzug

Danach wird meine Wunschpraline mit etwas geschmolzener Schokolade verschlossen. Hierfur könnt ihr auch Kuvertüre nehmen, mit der ihr später die Pralinen überzieht. Diese hat im Vergleich zu Schokolade einen höheren Anteil an Kakaobutter und ist daher  dünnflüssiger und schmiegt sich besser an meine Wunschpraline an. Mit Hilfe einer Pralinengabel tunkt ihr die Pralinen in die Kuvertüre und lasst sie auf einem Pralinengitter abkühlen. Im letzten Schritt könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und eure Wunschpralinen nach Herzenslust verzieren.

Temperierung

Bevor ihr aber die Kuvertüre zum Verschließen oder Überziehen verwendet werden kann, muss sie erst richtig temperiert werden, damit sie später den richtigen Glanz hat und eure Wunschpralinen nicht stumpf aussehen. Außerdem hat untemperierte Schokolade/Kuvertüre keinen richtigen Knack und ist weicher und schmilzt sofort in der Hand. So soll meine Wunschpraline schließlich nicht sein. Zunächst muss Kuvertüre geschmolzen werden. Das macht sich am besten im Wasserbad. Im ersten Schritt sollte sie auf ca. 45 Grad erhitzt werden. Unter ständigem Rühren lasst ihr sie dann auf 26-28 Grad abkühlen, um sie dann wieder auf 30 Grad zu erwärmen. Bei dunkler Kuvertüre eher auf 32 Grad und weiße Kuvertüre auf 29 Grad. Durch das richtige Hoch- und Runterkühlen hat der Überzug eurer Wunschpralinen nachher den richtigen Glanz.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Zubereiten eurer Wunschpralinen und würde mich freuen, wenn ihr mir eure Ideen zeigt.

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